Der Atlas Hope Ultra ist ein Ausdauerwettkampf im Hohen Atlasgebirge in Marokko, der Läufer aller Erfahrungsstufen zu einem viertägigen, gemeinschaftsorientierten Erlebnis zusammenbringt. Die Teilnehmer knüpfen Kontakte zu lokalen Gemeinschaften, nehmen an einem Ultramarathon teil und beteiligen sich an Aktivitäten wie einer Willkommensveranstaltung, einem Gemeinschaftstag und einem Kinderlauf.
Die Strecke beginnt an den Tizgui-Wasserfällen, wo die Läufer ihre Füße in heiliges Wasser tauchen, um sich segnen zu lassen. Die ersten 25 km schlängeln sich durch terrassierte Mandelhaine und zerstörte Dörfer, in denen nun mit Hochdruck am Wiederaufbau gearbeitet wird. Die Athleten passieren Maultierkarawanen, die Vorräte transportieren, und machen an Versorgungsstationen Halt, die von den Familien betrieben werden, denen sie helfen. Bei Kilometer 38 beginnt die eigentliche Herausforderung: der „Ridge of Hope“, eine messerscharfe Kammwanderung in über 3.000 m Höhe, wo Fixseile die Läufer an Klippen vorbeiführen, die noch immer von Erdbebenbrüchen gezeichnet sind. Der Abstieg ins Imlil-Tal offenbart das Ziel im Dorf Aremd, wo die gesamte Gemeinde versammelt ist, um die Finisher mit Trommeln und duftendem Tajine-Dampf zu empfangen.
Die Veranstaltung dient als Spendeninitiative, deren Erlöse über die High Atlas Foundation den vom Erdbeben betroffenen Gemeinden zugutekommen. Die lokalen Einwohner sind an der Organisation und Unterstützung der Veranstaltung beteiligt. Ziel der Veranstaltung ist es, das internationale Bewusstsein zu schärfen und der Region langfristige Hilfe zukommen zu lassen.