Der Sahara-Marathon ist nicht nur ein Rennen, sondern ein Zeichen der Solidarität. Jedes Jahr findet er in den Sahrawi-Flüchtlingslagern in der Nähe von Tindouf in Algerien statt und bringt internationale Läufer und Sahrawi-Gastgeber zusammen, um auf einen seit über 40 Jahren ungelösten Konflikt aufmerksam zu machen und die lokale Entwicklung zu unterstützen. Seit seiner Gründung im Jahr 2001 ist die Veranstaltung auf 42 km, 21 km, 10 km, 5 km und Kinderläufe angewachsen, deren Strecken durch die Wüstenlandschaft zwischen den Lagern Smara, Auserd und El Ayoun führen. Die Veranstaltung wird von der sahrauischen Regierung mit internationalen Freiwilligen organisiert und unterstützt den Jugendsport, finanziert Gemeinschaftsprojekte und leistet direkte Hilfe für Familien. Die Läufer werden von saharauischen Familien aufgenommen und nehmen eine ganze Woche lang am kulturellen Austausch teil. Die Strecke ist hart und abgelegen, aber jeder Schritt bekräftigt die Botschaft: Das saharauische Volk ist nicht vergessen.